Natur
Keine zweite Gegend in Deutschland hat derart interessante und häufig wechselnde Bodenformationen. Im Osten sind es die Ausläufer des Oberpfälzer Waldes, im Süden und Westen bestimmt die Juralandschaft als Rest eines längst vergangenen Ozeans das Erscheinungsbild. Der Jura entfaltet hier seinen reichsten Formenschatz. Zahllose Riffformationen, Dolinen, Höhlen und Felszinnen prägen die Landschaft. Nahezu der ganze Jura ist im Landkreis aufgeschlossen und gilt als Mekka für Hobbygeologen und Fossiliensammler.
Mit seinen weiten Wäldern voll mystischer Stille gehört das Amberg-Sulzbacher Land zu den waldreichsten Gebieten Bayerns. Ein ganz anderes Bild bieten die lichten Wacholderheiden und Magerrasen im Vils- und Lauterachtal. Die Niederungen des Hahnbacher Beckens und der Vilsecker Mulde wiederum sind Lebensraum für zahllose Pflanzen- und Tierarten, die auf feuchte Standorte angewiesen sind.
Übrigens gibt es im Amberg-Sulzbacher Land zwei Naturparke - den Naturpark Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst und den Naturpark Hirschwald. Beide haben es sich zur Aufgabe gemacht, die natürlichen Besonderheiten zu bewahren und die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Hierzu gehört beispielsweise die sog. Neukirchner Mehlbeere, eine endemische Pflanze, die nur im Amberg-Sulzbacher Land vorkommt. Des weiteren gibt es kaum anderswo so viele verschiedene Fledermausarten wie im Amberg-Sulzbacher Land. Allein im Raum Hohenburg sind 14 der bayerischen Fledermausarten heimisch, darunter so seltene Arten wie das Große Mausohr und die Große Hufeisennase.
